Samstag, Februar 05, 2011

201) Schlaflos VI

Da hat die Grippe ja nun noch mal weit ausgeholt und mir gestern voll einen Haken verpasst. Autsch - im wahrsten Sinne des Wortes. Dementsprechend lag ich nach der Arbeit dann auch schon warm eingemummelt um 19h im Bett und schlief auch relativ schnell ein. Ungewöhnlich für mich, aber ich will mich ja nicht beschweren. Leider wachte ich dann irgendwann gegen 22h auf und konnte erstmal ein ganzes Weilchen nicht mehr einschlafen. Das hat man halt davon, schätze ich mal. Hab überlegt, wieder aufzustehen, um irgendwas zu machen, ließ es aber bleiben, der Körper braucht in so einer Situation schließlich Ruhe. Irgendwann (ich glaube, gar nicht mal sooo viel später) folgte dann zum Glück Schlafphase Nummer 2. "Zum Glück", weil es natürlich besser war, noch einmal einzuschlafen, als bis zum Morgen wach zu liegen, ansonsten war da allerdings - was das angeht, was ich dann träumte - nicht viel Glück dabei.
Das Ganze spielte an der Uni, unten auf dem Bürgersteig an der Kurve, wo die LS in die OS übergeht, auf der Seite des Parkplatzes. Die Baustelle war weg, auch die meisten Bäume, außerdem herrschten richtig heiße Temperaturen (dies könnte eventuell auf meine Körpertemperatur zurückzuführen sein^^), das Gras sah zumindest schon ziemlich gelblich und verdorrt aus. Ich geh da also vorsichtig den Bürgersteig entlang - dort wo die Bushaltestelle normalerweise ist, befindet sich jetzt eine Reihe von diagonal parkenden Autos. Die ganze Stimmung hat etwas bedrückendes, flirrendes, es ist sehr still und irgendwie auch bedrohlich. Aus irgendeinem Grund weiß ich, dass ich verfolgt werden, sehe mich ständig paranoid um und fürchte, dass der Mann, der hinter mir her ist, jederzeit, wie aus dem Nichts, neben oder hinter mir auftauchen könnte. Desweiteren bin ich mir ziemlich sicher, dass er vorhat, mir ein blaues Tuch mit Chloroform über Nase und Mund zu pressen, sobald er einmal aufgetaucht ist, weswegen ich eine Hand schon die ganze Zeit über wie zum Schutz locker über Mund und Nase halte. Alles scheint im flimmerenden Licht der heißen Sommersonner in Zeitlupe abzulaufen. Im ersten der parkenden Autos sitzt ein Mädchen auf dem Beifahrersitz, was sich im Rückspiegel schminkt. Ich will ihr eigentlich von meinem Verfolger erzählen, damit sie mir rechtzeitig Bescheid sagen kann, sollte er näher kommen, aber warum auch immer kann ich den Bürgersteig nicht verlassen. Aus dem zweiten Auto in der Reihe steigt plötzlich ein älterer Mann mit grauen Haaren aus, der eine altmodische Kamera in der Hand hält und mich einfach so fotografiert, wie ich da stehe, mich unwohl fühle und Angst vor diesem Stalker-Typie habe. Dies ist auch der Grund, dass mir das mit dem Fotografieren in dem Moment total egal ist: ich muss mich auf wichtigeres konzentrieren, und zwar diesen Kerl rechtzeitig zu entdecken. Plötzlich taucht aus der Richtung, aus der ich gekommen bin, wieder ein älter Kerl hinter mir auf, ebenso wie der Fotograf mit einem braunen Trenchcoat bekleidet, und so einen Omi-Wägelchen hinter sich her ziehend. Ich erschrecke mich zwar und finde es auch etwas unheimlich, wie der mich anstarrt, weiß aber, dass das nicht der Stalker ist, vor dem ich mich in Acht nehmen muss, da der dunkle Haare, noch keine grauen, hat. Woher ich das alles weiß, ohne den Kerl je gesehen zu haben... man weiß es nicht. In Träumen passieren die komischsten Dinge, wie man gleich noch sehen wird. Ja, der Wägelchen-Typie zieht weiter bzw. ist mit einem Mal verschwunden, dafür sind eine Menge anderer, junger, Leute in meiner Nähe aufgetaucht, mit denen sich die bedrohliche Situation für mein Empfinden dann auch schlagartig verflüchtig. Plötzlich werde ich wahnsinnig wütend auf den Opi, der immer noch seine Fotos macht, springe auf ihn zu, packe seine Kamera am Gurt und schleudere sie daran wie eine Steinschleuder umher, vermöbel' damit den Kerl, bis er am Boden liegt. Die jüngeren Leute sind sicherheitshalber näher getreten, falls er wieder aufsteht und mir etwas tun will. Nun sitzt mit einem Mal auf dem Autodach des dritten Autos ein (im Traum) sehr guter Freund von mir. Es ist mysteriöserweise eine Mischung aus unserem neuen Dschungelkönig Peer und einem Kerl, der früher Mal auf meine Schule ging und in den ich in der 10. Klasse ziemlich verknallt war. Jedenfalls setze ich mich neben den Peer-Verschnitt, er legt mir freundschaftlich den Arm um die Schulter und ich weiß: nun kann mir nichts mehr passieren, wer auch immer mich verfolgt hat (wenn überhaupt) ist unwichtig/verschwunden/spielt keine Rolle mehr. Neben dem Auto des Fotografen steht (woher sie auch immer gekommen sein mag), eine zierliche blonde junge Studentin, die wohl irgendwie "meinen Pseudo-Peer" toll findet, so dass ich zwischen den beiden vermittel' und ein Date ausmache, woraufhin beide ziemlich happy sind, auch wenn sie damit gar nicht gerechnet hätten.
Dann wache ich wieder mal auf, es ist kurz vor 6 Uhr morgens und dieses Gefühl, verfolgt und nicht in Ruhe gelassen zu werden, sitzt mir immer noch irgendwie im Nacken. Unangenehm. Außerdem ist meine Nase verstopft.

2 Kommentare:

Jack the Stripper hat gesagt…

Nicht so viel fernsehen meine Liebe! Vor allem diese alten Edgar-Wallace-Filme, wo jeder zweite mit einem schwarz-weißen Chloroformtuch in der Tasche herumläuft um alles zu chloroformieren, was sich bewegt, haben eine ausgesprochen verderbliche Wirkung auf das Gemüt sensibler Fernsehzuschauer, wie man sieht, vor allem, wenn man sich hinterher gleich noch nen Dschungelcamp-Folge reinzieht. Das kann einfach nicht gut gehen.

blog_buster hat gesagt…

Das war eine weitere Folge der beliebten Serie "Super Girl schlägt zurück", in manchen Ländern auch unter dem Titel "Eine Frau sieht blau ... äh ... rot" bekannt. :o)